Die verschiedenen Bereiche des Tanzes
Als TänzerIn hilfst du zuerst mit, den Zeremonialplatz aufzubauen. Dann, während des Tanzes, bewegst du dich und schläfst in der Lebenstanzhütte.
Von deinem eigenen Unterstand aus tanzt du dein persönliches Schild, deine Gebete, Träume und Absichten zum Baum und übergibst sie so dem Uni-versum, das dich mit Bildern und Erkenntnissen beschenkt. Du gibst dich deinem Tanz hin und ziehst deine Bahn, begleitet von Großvater Sonne, Großvätern Sterne, Schwester Mond, Großmutter Erde und vielem mehr. Wenn du nicht tanzt oder wenn nachts die Trommel für wenige Stunden ruht, gehst du in die Traumzeit und schläfst in deinem Unterstand.
Als TänzerIn bestimmst du aus deiner Lust und Begeisterung deinen Lebenstanz. Die Aufbauzeit erfordert die Präsenz und Mitarbeit jeder und jedes Einzelnen und lässt keinen Raum für persönliche Vorbereitungen.
Das 1. Mal am Lebenstanz wird aufregend für dich sein! Als ErstjahrestänzerInn wirst du bei einem Treffen ein tieferes Verständnis des Ablaufes der Zeremonie erhalten. Falls du Fragen hast, kannst du dich jederzeit an die Verantwortlichen wenden. (Siehe unter Kontakte und Adressen am Schluss dieser Ausschreibung).

Als SängerIn kennst du die Lieder und hast während des Jahres in einer der Singgruppen geübt. Du weißt, dass die Trommel mit dem Herzschlag der Erde im Einklang schwingt. Die starken, zeremoniellen Lieder werden in den Aufbautagen nochmals geübt und begleiten uns durch diese Zeit.
Während der drei Tage und Nächte tragen uns die Lieder mit unseren Visionen und Träumen zum Lebenstanzbaum. Lange nach dem Tanz vibriert in uns der Herzschlag der Lieder nach und begleitet uns in unserem Alltag. Mit dem Singen bringst du Energie in den Fluss des Lebens. Du gibst in Schönheit.
Du wirst Gelegenheit zum Tanzen finden, orientiere dich mit der Bekleidung bei den Tänzern, außer dem Schild. Du wirst einen Trommelschlägel gestalten. Wenn du singst, bekommst du genaue Informationen über die nötige spezielle Ausrüstung bei der Leiterin oder Leiter deiner Trommelgruppe.

HüterIn des zeremoniellen Raumes bist du während der ganzen Zeremonie. Als HüterIn bewegst du dich zwischen der magischen Welt innerhalb des Tanzplatzes und der alltäglichen Wirklichkeit. Du unterstützt vielleicht die Küche, legst Leitungen und Kabel, baust Treppen, sorgst für das Kindsfeuer und das Wasserheiligtum oder übernimmst Aufgaben am Schwitzhüttenplatz, etc.
Als HüterIn stellst du deine Gaben dem Kollektiv zur Verfügung und erhältst dafür starke Einblicke in die verschiedenen Ebenen und Energien der Zeremonie. Erfahrene SängerInnen und TänzerInnen sind willkommen!
Natürlich wirst du auch die Gelegenheit haben in Hüterschwitzhütten zu gehen und selbst mit deinem Stab der Kraft zum Baum zu tanzen. Anstelle des Schildes gestaltest du deshalb zu Hause einen persönlichen Kraftstab. In der Gestaltung bist du frei, der Stab sollte etwa ellenlang sein. Er enthält Symbole für deine Träume und Visionen.

Du bist LebenstänzerIn, wenn du über fünf Jahre auf diese drei verschiedenen Arten am Lebenstanz teilgenommen hast. Du ehrst dich dafür am Schluss des Tanzes am Baum des Lebens.

Die Ältesten
Die Träumer-Tänzer sind unsere Ältesten. Es ist eine Gruppe von Menschen, die seit vielen Jahren lernend und lehrend auf dem „Medizin-weg“ unterwegs ist. Nach mehrmaliger Teilnahme an „Träumer-Sonnentänzen“ in den U.S.A. hatten sie die Vision, das Engagement und die Ausdauer, diese wunderbare große kollektive Zeremonie nach Europa (zurück) zu bringen. In den ersten Jahren noch unter dem Schild Swift Deers (Deer Tribe) und dem damaligen Sponsors Waheo König, als Träumer-Sonnentanz. Ein paar Jahre später, nachdem sie Beyond – Vereinigung für individuelles Wachstum und kolletkive Evolution- gegründet hatten, als „Lebenstanz“. Beginnend mit dem 11. europäischen Lebenstanz übergaben die „Ältesten“ die Organisation und Leitung des Tanzes an das neue „Leitungsteam“, mit der Absicht für alle Beteiligten und dem Tanz selbst neue Erfahrungs- und Entwicklungsräume zu schaffen. Dabei wurde von den Ältesten und dem neuen Leitungsteam bewusst das Wagnis eingegangen, eine im Kollektiv noch nicht etablierte Art einer Übergabe zu gestalten. Die „Alten“ scheiden nicht aus, sondern können ihre neu gewonnen Freiräume weiterhin für den Tanz nutzen.
Durch diese erhaltenen Freiräume entdeckten und entwickelten die Ältesten in den letzten Jahren das gemeinsame Bewusste-Kollektive-Träumen. Sie erforschen dabei alchemische und choreographische Vorgänge des Lebens-tanzes. Die empfangenen Erkenntnisse dienen als Erweiterung zum grösseren Verständnis des Tanzes und tragen zu dessen Bereicherung bei.





