Europäischer Lebenstanz

Der Lebenstanz ist ein Tanz zur Feier des Lebens

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Der Lebenstanz

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Der Geist des Lebenstanzes

Der Lebenstanz gründet in der Alchemie der indianischen Träumer-Sonnentänze. Wir nutzen die dichte Symbolik dieser Tänze, um uns unserer eigenen Wurzeln wieder bewusst zu werden und uns auf diesem Planeten Erde ganz heimisch fühlen zu können.

Es ist ein neuntägiges kollektives und zeremonielles Zusammenkommen zur Erneuerung des Lebens. Wir tanzen während dreier Tage für die Verbindung mit der göttlichen Schöpfungskraft und der Natur, für Frieden unter den verschiedenen Bevölkerungsgruppen, für individuelles Wachstum und kollektive Evolution. Der Grundgedanke  ist, die Verantwortung für die Choreographie und Gestaltung  unseres eigenen Lebens zu übernehmen. Das grössere Anliegen des Lebenstanzes ist es, Wirkung im Kollektiven zu haben.

Grundsätzlich ist der Lebenstanz offen für alle Menschen. Er ist keiner Religion oder politischen Weltanschauung verpflichtet. Wir ehren die spirituellen Wege aller Richtungen, damit ein freier Austausch zwischen ihnen möglich ist und wir alle voneinander lernen und gemeinsam wachsen.

 

Der Lebenstanz

Zusammenkommen von Menschen aller Art am Lebenstanz

In einem großen Kreis kommen die verschiedensten Menschen in Schönheit zusammen, jeder mit seiner Geschichte, seinem Wissen, seiner Wahrheit, seinem Schmerz, seiner Freude, seinen Träumen. Diese Vielfalt bereichert die Welt, das Leben. Das schönste Bild des Lebenstanzes ist es, wenn jeder Mensch seine inneren natürlichen «Medizingaben» mitbringt und sie zum Baum des Lebens trägt - auf seinem eigenen, unverwechselbaren Weg mit Herz.
In einem Netz von verschiedenen Wirkungsfeldern gestalten die Teilnehmenden (Tänzerinnen und Tänzer, Trommlerinnen und Trommler, Hüterinnen und Hüter) in den ersten vier Tagen einen grossen Tanzplatz mit Träumerunterständen um eine alte Eiche. Die Atmosphäre dieser Tage ist erfüllt von gemeinsamen freudigen miteinander Schaffen; Hämmern, Sägen, Grasschneiden, Leitungen legen, von treffen alter Freunde(n) und dem Entdecken und Knüpfen neuer Freundschaften. An den jeweiligen Abenden finden vorbereitende Schwitzhütten statt. Die verschiedenen Trommel- und Singgruppen, die schon während des Jahres geprobt haben, üben die teilweise sehr alten traditionellen Lieder, die zumeist aus indianischem Ursprung, aber auch aus anderen Kulturen stammen. Sie füllen den Raum mit ihrem Klang und dem Rhythmus der Trommel. Die Gestalterinnen und Gestalter des Sandbildes lassen den farbigen Sand magisch zu einem grösseren Bild werden. Das emsige Treiben im Kindercamp begleitet den Aufbau und den Tanz. Alles ist in Bewegung, in Vorfreude auf den Tanz.
Während drei Tagen und in die Nächte hinein tanzen wir unsere Gebete, unsere Wünsche und Träume hin zum Baum und zurück. Der Herzschlag der Trommel und die Kraftlieder der Sängerinnen begleiten uns. Die Tänzerinnen und Tänzer fasten in diesen drei Tagen um die Kraft ihres Tanzes zu stärken. Die HüterInnen nähren das Kindsfeuer, welches während der ganzen Zeremonie brennt, mit Holz und erledigen mit Herz und Hand andere anfallende Arbeiten. Die Ältesten erforschen in dieser Zeit mit dem Bewussten-Kollektiven-Träumen alchemische und choreografische Vorgänge des Lebenstanzes, welche zur Bereicherung des Tanzes beitragen.
Der Zentrumsbaum ist die magische Mitte, wo die Träume aller Tänzerinnen und Tänzer sich mit dem eigenen Traum verbinden. Wenn wir mit den Adlerflaumfedern den Baum berühren, lassen wir uns zugleich vom Reichtum aller TänzerInnen berühren. Aus diesem Netz der Gaben tanzen wir zurück zu unserem Träumerplatz und nehmen erhaltene Symbole als Geschenke mit in unseren Traum. Das was uns berührt und bewegt hat lassen wir als Erweiterung unseres Daseins in uns aufblühen. Es ist das Erkennen unserer wirklichen Essenz.
Diese einzelnen Wirkungsfelder gestalten eine Traummatrix. Visionen entstehen. Sie sind Erinnerungen an künftige Erweiterungen unseres Lebens. Hoffnung und Freude sind ihre Begleiter, das Gefühl von neuen Möglichkeiten, neue Lust und ein neues Lebensfeuer ist entfacht.

 

Der Lebenstanz

Die Form des Lebenstanzes

Im Zentrum der Zeremonie steht der Lebenstanzbaum, eine mächtige alte Eiche. Ihre Wurzeln reichen in das Wissen der Erde, ihre Äste wachsen zum Licht und tragen Früchte. So symbolisiert sie die Veränderungen und den Kreislauf des Lebens. Um den Baum wird in einer alchemischen Bauweise die kreisförmige Lebenstanzhütte errichtet. Unser Tanzplatz wird zu einer Nachbildung des Universums.
Während des physischen Tanzes bewegen wir uns in unserem eigenen Rhythmus zum Weltenbaum vor und wieder zurück zu unserem Träumerplatz in der Lebenstanzhütte. Dort hängt unser persönliches Schild, auf dem wir unsere Träume und Visionen dargestellt haben.
Mehrere Schwitzhütten sind Teil der großen Lebenstanzzeremonie. Der Tanzplatz ist der Schoß des Zeremonialraumes. Der Lebenstanzbaum als Zentrum, repräsentiert die Kraft der Erdgöttin (Quetzal). Die Tiertotems im Baum (Otter, Hirsch, Pferd, Adler) stehen für die Kraft des Erdvaters (Coatl). Wenn diese beiden Energien durch den Tanz verschmelzen, entsteht Quetzalcoatl, die -Gefiedert-Geflügelte Schlange-, die Verbindung des Erdwissens mit dem Sternenwissen, unsere natürliche  Lebensenergie.

 

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